Oldschool VS Newschool – Eure Meinung!

Olle Kamellen gegen neuen Glanz, was bewährt sich auf der Matte?

Die meisten Leute, die heutzutage mit BJJ anfangen, haben vermutlich nur wenig Ahnung von den Ursprüngen. Damit möchte ich mich explizit mit einbeziehen, denn das Jiu-Jitsu, welches ich bisher vermittelt bekommen habe orientiert sich eher an der neuen, sportlichen Variante.
Einzige Ausnahme war einmal ein kurzer Aufenthalt in Brasilien, wo ich die Gunst der Stunde nutzte und bei einer Carlson Gracie Akademie trainieren durfte. Auch wenn das wahrscheinlich nicht mehr all zu viel mit dem wirklich ursprünglichen Game zu tun hatte, so unterschied sich das Training doch merklich von dem „normalen“.

Auffällig war, dass das Jogo fast aller Leute dort, vor allem das der älteren Schwarzgurte, sehr einfach anmutete. Das soll nicht bedeuten, dass diese nicht auch heftig Gas geben konnten, doch es wirke immer, als ob es einfach nur auf Effizienz abzielen würde, und dabei immer so einfach wie möglich. Neumodischer Schnickschnack wie beispielsweise Berimbolos oder Twister habe ich kein einziges Mal gesehen, dafür aber massig Double-Legs und Seatbelts.

Ich meine mich auch zu entsinnen, irgendwo mal eine Statistik über die häufigsten Submissions auf den großen Turnieren gesehen zu haben. Die mit Abstand am meisten eingesetzten waren die Dauerläufer Armbar und Triangle.
Der Sherlock Holmes in mir witterte daraufhin sofort, dass einfache Techniken wahrscheinlich weitaus besser und öfter klappen als fancy „Superduper“-Techniken, die zwar cool aussehen, aber nicht mal mehr einen Blaugurt aus den Flip-Flops hauen.

Anyway, seit Brasilien habe ich mich eine Zeit lang verstärkt auf die einfachsten Techniken konzentriert, und was soll ich sagen, die Anfänge waren etwas holperig, doch nach einer gewissen Zeit liefs dafür umso besser. Mit jedem Mal lernte ich die Technik besser auf meinen Körper anzupassen, den Winkel hier um ein paar Grad verändert und die Bewegung dort etwas schneller gemacht, es hat sich ganz gut eingeschliffen.
Mittlerweile verwende ich auch wieder mehr anderen Kruscht, macht ja schon Laune, doch auf jene simplen Basics kann ich immer zählen und sie klappen in der Regel auch.

Das wirklich ursprüngliche Jiu-Jitsu, welches einfach nur darauf abzielte, den Kampf für sich zu entscheiden, das habe ich noch nie erlebt. Bisher habe ich auch noch in keiner Akademie trainiert, in welcher standardmäßig die Abwehr von Schlägen, etc. behandelt wurde, geschweige denn Runden länger als 15 Minuten dauerten.

Jetzt seid ihr gefragt, womit fahrt ihr besser? Schreibt eure Meinung auch in die Kommentare

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